Was mit dem Aralsee passiert, gehört zu den größten menschengemachten Umweltkatastrophen unserer Zeit. In der „Neuland-Kampagne“, deren Ziel es war, in den trockenen Gebieten der Sowjetunion neue landwirtschaftliche Nutzflächen zu erschließen, wurden Kanäle angelegt, die zur weiteren Entwässerung des Aralsees führten. Sagt sie, und blickt auf die verrosteten Kräne, als wären diese bereits nostalgische Denkmäler einer abgeschlossenen Vergangenheit. Masudi schreibt in seiner 954 erschienenen Enzyklopädie, eine Reise zu Fuß von der Nord- zur Südspitze dauere dreißig Tage, Israkhi spricht in seinem Bericht von einem Salzsee. Wo früher eine Meeresbucht war, ist heute ein Süßwassertümpel. Da diesen Flüssen seit der Stalin-Ära (Beginn des intensiven Baumwollanbaus in Kasachstan und Usbekistan) viel Wasser für Bewässerung entnommen wird, sinkt der Wasserspiegel des Sees kontinuierlich stark, so dass der Aralsee möglicherweise in absehbarer Zeit nicht mehr existieren wird. Der Aralsee ist ein Mythos. Aber er soll noch wachsen. Dieser See hat aber viel Wasser verloren. Bis heute hat der Aralsee [4] rund 58% seiner Fläche verloren, er hat nur noch eine Fläche von etwa 28687 km2 (1998) [5]. Malinas Mann ist Fischer. ", Karten des einst viertgrößten Sees der Welt für 1960 und 2015 (picture alliance / Xinhua/Sadat). Noch heute erinnert eine Gedenktafel im Bahnhof von Aralsk (heute Aral) an diese zu Sowjetzeiten oft propagierte und gefeierte Tat der Fischer. An den Aralsee – das Aral-Meer, wie er hier genannt wird – ist die Hoffnung zurückgekehrt. Hierher zu ziehen, war eine gute Entscheidung – die meisten haben jetzt neue Häuser gebaut.". ... aus Kasachstan enthielt eine Wasserumleitung von Novosibirsk am Ob über Pavlodar an der Irtysch Richtung Aralsee. Nazira, Dolmetscherin aus Almaty, liebt diese Landschaft. Jh.) Voladlov, Jircac, Sergej und Bikaidir wehren der beißenden Kälte mit einer Flasche Wodka und trauern alten Zeiten hinterher. Dann erklärt er einen klobigen Schreibtisch und die Bilderreihen darüber. Putin: Russland ist kein Land sondern eine eigenständige Ziviisation, Chinesische Frauen: Erotisch, anschmiegsam und sehr erfolgreich. Jahrhundert bekannt. Das Kilo bringt 1.200 Tenge, etwa 3,40 Euro.". Den fangen wir und verkaufen ihn nach Europa. Erst seit dem Bau des Kokaral-Damms kehrt das Wasser zurück - und mit ihm Hoffnung für die Menschen. Wird er dann auch hier vor Ort verarbeitet? Seit den 1960er Jahren bis 1997 sank der Wasserspiegel um 18 Meter von 53 Meter auf 35 Meter, und die Fläche des Sees gin… Reihe Wasserzeichen Der Aralsee zwischen gottgegeben und preisgebunden, Dokumentarfilm "Zum Wasser gibt es keine Alternativen". Im Rahmen dieses Projektes organisierte das RÖZZA eine Reise für Taschkenter JournalistInnen in das Gebiet in Karakalpakistan um die heutige Situation der Aralregion kennen zu lernen und um an der Konferenz „Entwicklungsperspektiven des Gebiets Mujnak. Kasachstan zeigt, dass eine Wiederherstellung von Teilen des Sees noch möglich ist. Die meisten Fischarten starben aus. Die zunehmende Verlandung und Versalzung reduzierte den Fischbestand drastisch. Es verdunstet auf den Feldern oder versickert in den maroden Bewässerungskanälen. Mujnak in Usbekistan: Wenn Fischer Michail vom Aralsee erzählt, dann sind es nur mehr Erinnerungen an einen lebendigen Ort. Schon damals war immer das Ziel das Wasser für die Anbaugebiete von Baumwolle und ähnlichem im Aralsee-Becken zu nutzen. Das Sterben des Aralsees begann mit der Expansion der Baumwollindustrie seit Mitte des 19. "Bei uns hält man die Kamele entweder direkt beim Haus oder frei auf der Steppe, dann muss man allerdings einen Hirten bezahlen. Der damals noch 68000 Quadratkilometer große See zerfiel durch Austrocknung und Verlandung in zwei Teile. Haben sie je davon gehört? Der damals noch 68000 Quadratkilometer große See zerfiel durch Austrocknung und Verlandung in zwei Teile. An den Ufern des Aralsees gab es … Die Lage ist ernst, aber noch sind die Schäden nicht irreparabel. ... aus Kasachstan enthielt eine Wasserumleitung von Novosibirsk am Ob über Pavlodar an der Irtysch Richtung Aralsee. "2019, 2020 soll der See zurück nach Aralsk kommen. Einst war er der viertgrößte See der Welt, so groß wie Bayern. Heute ist kaum mehr als eine Salzwüste übrig. Geschichte, Die Coronakrise aus der Sicht einer russischen Psychiaterin, Kurden - Geschichte, Kultur und Hintergründe. Noch ist er 35 Kilometer weit weg – aber das ändert sich. Reisende berichteten schon damals über Eingriffe in das ökologische System: „Die Ostküste ist sandig, mit Dünen aus Sand und Ton, die 25 Meter Höhe erreichen. Doch weil das Delta des Amu-Darja, des wichtigsten Zuflusses des Aralsees, einen zu niedrigen Wasserstand aufwies, blieb es bei diesem Traum. Einst war der Aralsee der viertgrößte See der Erde. Wo früher Wasser schwappte, dehnt sich heute öde Salzwüste. Der Aralsee war einst das viertgrößte Binnengewässer der Erde. Der Fisch, vor allem Zander, wird gefangen und filetiert und heute sogar bis nach Europa und anderswo exportiert, nach Dänemark, Deutschland, Kirgisien, Georgien...". Der Aralsee heute …durch den Eingriff der Menschen ist der See heute nahezu vollständig vertrocknet. Wo sich einst eine Wasserfläche von der Größe Bayerns befand, ist heute praktisch nur noch eine Pfütze. Nach der Fertigstellung stieg der Wasserspiegel schneller als gedacht und hat jetzt die Dammkrone erreicht. | 06.02.2016. Er ist auf weiten Strecken nicht ausbetoniert, mit der Folge, daß kostbares Wasser im Sand versickert. Für den Aralsee blieb immer weniger Wasser übrig. 1.040 km³ auf 181 km³ reduziert (1998). In der Geographie des Ptolemäus (1.-2. Die fortwährende Wasserentnahme führte zu einem generellen Absinken des Grundwasserspiegels in der Region mit der Folge, daß zahlreiche Brunnen in den usbekischen Dörfern versiegten. "Die Fischer verdienen jetzt gutes Geld, denn es gibt wieder Fisch – dank dem Staudamm. Stürme verteilen das Salz über Hunderte von Kilometern. Sowjetische Ingenieure versuchten Herr der Lage zu werden, indem sie nichtheimische Pflanzen wie Pappeln anpflanzten. Inhalt Ökokatastrophe Aralsee - Ein See – für immer verloren. Wäre das Projekt Wirklichkeit geworden, hätten die Wassermassen ein riesiges Gebiet überflutet. Damals war der Aralsee der viertgrößte See der Erde. Der Schriftsteller Tschingis Aitmatow schrieb einmal über einen Goldenen Fisch, den es im Aral-See geben soll. Eingetragen ist auch die Küstenlinie im Jahr 1960, als es nur einen See gab, in dem sich mehrere große Insel befanden, die heute eine Verbindung zum Land haben. Der Aralsee ist heute nur noch ein, in kleine Teile, zerfallene See. Durch Eingriffe des Menschen schrumpfte er auf ein Zehntel seiner Fläche und versalzte stark. Malina, die Englischlehrerin der Schule, lädt zum Imbiss. Zeugnis von der Katastrophe gibt die Stadt Kasacharia, die einmal als eine der reichsten Städte der Region galt. Ein eisiger, verstörender Wind weht heute aus Nordost. Ihnen werden seit der Stalinära (1929–1953) große Wassermengen für die künstliche Bewässerung riesiger Anbauflächen für Baumwolle in Kasachstan und Usbekistan entnommen. Ein grauer Kleinbus parkt gleich daneben, Männer in speckigen Overalls begrüßen die Fremden. "Der goldene Fisch ist so tot wie Tschingis Aitmatow. Ehemalige Hafenstädte und Badeorte liegen heute 100 Kilometer weit in der Wüste. In der Geographie des Ptolemäus (1.-2. Es geht weiter durch die Steppe. Im Sommer frieren sie den Fisch ein, im Winter wird er gleich weitertransportiert. Der ehemalige Seeboden ist heute eine Salzwüste. Diese Idee war nicht neu, man griff auf die von der Zarenregierung um 1860 entwickelten Pläne zurück. "1925 wurde die Fischfabrik eröffnet. Ursachen und Geschichte der Verlandung bis heute 2.1 Physische Gegebenheiten und Besiedlung Der Aralsee liegt in Zentralasien, dass zu den gemässigt ariden bis semi-ariden1 Gebieten der Erde gehört. Der Kleine Aralsee ist heute in 18 Segmente aufgeteilt und dafür werden Konzessionen vergeben. Ab den 60er Jahren-begann der See zu schrumpfen und irgendwann blieben nur noch zwei Restflächen übrig. 1900 führte der Anstieg des Seespiegels zu einer Überflutung der gerade im Bau befindlichen Eisenbahnstrecke Orenburg – Taschkent. Der Aralsee war einst das viertgrößte Binnengewässer der Erde. Wir sind hinausgefahren mit großen Schiffen wie dem hier, das da vor sich hinrostet. Der Kleine Aralsee ist heute in 18 Segmente aufgeteilt und dafür werden Konzessionen vergeben. Und deshalb kümmerten sich die Dänen darum.". Die hatten die Leute hier nicht. 000 Einwohnern sind etwa 2.000 Menschen geblieben. Wirtschaftliche Nutzung und ökologischer Raubbau erwiesen sich für den Aralsee als nicht endender tödlicher Kreislauf. Weißt du, was unser Goldener Fisch ist? wurde er im Gegensatz zum Kaspischen Meer, damals als Meer von Hyrkanien bekannt, nicht genannt. Jetzt ist alles kaputt, die Leute holen das Eisen aus der Steppe und verkaufen es als Schrott.". Er zweigt bei Kerki aus dem Amu-Darja ab und erstreckt sich auf einer Länge von ca. Zu sowjetischen Zeiten besaßen in diesem „orientalischen Venedig“, wie die Bewohner ihre Stadt einst stolz nannten, sowjetische Parteifunktionäre ihre Datschen, Urlauber kamen in die Hotels am Strand. "Wir hatten große Schiffe und große Fabriken. Durch den geringeren Zufluss sank seitdem der Wasserspiegel des Sees kontinuierlich. Eine Gefahr für ganz Zentralasien. Im kleinen Museum leben die großen Zeiten noch einmal auf. Menschen, die sich noch an den Geruch der See und dem Gefühl von schwankenden Kähnen auf dem See erinnern. Zu Sowjetzeiten verteilte man auf den Baumwollfeldern jahrzehntelang 480 bis 600 Kilogramm Dünger und Pestizide. Die fünf Anrainerstaaten der Zuflüsse nutzen das Wasser für Landwirtschaft. Die Mittvierzigerin ist Vorsitzende von "Aral Tenizi", einer Hilfsorganisation aus Europa und Japan. Mitte des 19. Von 1960 bis 199… Dieser Schreibtisch hier hat von 1925 bis 1989 16 Direktoren kommen und gehen sehen. Dieser Prozeß setzte sich in der Ära des Kommunismus fort. Einst war der Aralsee der viertgrößte See der Erde. Die Biomasse der Mikroorganismen ging um 60 Prozent zurück, wodurch die Lichtdurchlässigkeit des Wassers zunahm. Sowjetische Planer setzten nun Fische für den Fang in dem See aus, zu ihrem Überleben in dem versalzenden Gewässer leitete man kostbares Süßwasser aus den Kanälen ein. Das neueste Bild vom 13. Die Lage ist ernst, aber noch sind die Schäden nicht irreparabel. Der Wasserpegel ist … Um die zu fangen, braucht es aber eine besondere Ausrüstung. Aus der Milch machen wir Schubat, ein frisches, leicht alkoholisches Getränk. Mai, das die Esa nun veröffentlicht, zeigt, dass seit 1960 neun Zehntel des Aralsees verschwunden sind. Es geht eher darum, die … 2014 umfassten die beiden zusammen nur noch ein Zehntel der einstigen Größe. ", Rostendes Schiff in einem ausgetrockneten Abschnitt des Sees (imageBROKER). Das Projekt sah den Bau des Sibaral-Kanals vor, der die Wassermassen der sibirischen Flüsse kanalisieren und zum Aralsee umleiten sollte. Jetzt muss man entweder den Damm erhöhen oder einen neuen bauen.". Zentralasien Der Aralsee „schrumpfte“ seit den 60er Jahren vom viertgrößten Binnensee der Erde mit 68000 km² Fläche bis heute auf die knappe Hälfte seiner Fläche und ist zudem in einen großen und kleinen Aralsee geteilt (Bild 2). Dabei soll es nicht bleiben. Im Frühling haben wir die fröhliche Steppe, mit viel Grün, und bunten Blumen. Auf der mal weiß-, mal schwarzgrauen Erde wachsen Gräser, staubige Wermutbüsche und dornige Sträucher. Der Aralsee in Asien war einer der größten Seen der Welt. Er verhindert, dass Wasser, das sich in den Kleinen Aralsee ergießt, gleich an anderer Stelle wieder abfließt. Die Stadt im Nordosten war einst das Oberzentrum des Sees. Zumindest an den nördlichen, den Kleinen Aral, der in Kasachstan liegt. Der Aralsee war einst das viertgrößte Binnengewässer der Erde. Bereits Peter der Große hatte bei seinen Expeditionen nach Innerasien die Vision gehegt, eine große Wasserverbindung zwischen Orient und Okzident anzulegen. Was mit dem Aralsee passiert, gehört zu den größten menschengemachten Umweltkatastrophen unserer Zeit. Ehemalige Hafenstädte und Badeorte liegen heute 100 Kilometer weit in der Wüste. Exklusive Satellitenbilder zeigen, wie der Mensch ihn zu über 80 Prozent austrocknete. Man nutzt ihre Wolle, die Milch und das Fleisch. Der wichtigste Kanal, dessen Projektierung bereits 1950 noch zu Stalins Lebzeiten begonnen wurde, ist der Karakum-Kanal (heute Turkmenbaschi-Kanal). Hinzu kam die Verschmutzung des Aralsees durch Industriebetriebe, die in Usbekistan liegen und ihre giftigen Abwässer ungehindert in den Amu-Darja einleiten. An den Ufern des Aralsees gab es … Und im Winter dann der Schnee, die eisigen Winde, die heftige Kälte. Klima (Neef'sche Klassifikation) Barsuki-Wüste Flussdelta Hochebene Ust-Urt Sandwüste Kara-Kum Flussdelta aride Region (in den Wüsten zum Teil noch trockener) 45° N 60° O Zentralasien Anrainerstaaten: - Kasachstan* - Usbekistan* Zuflüsse: - Amu-Darja - Syr-Darja deren 2006 führte Japan die Arbeit von Aral Tenizi weiter und engagierte sich beim Bau des Damms – mit Erfolg. Und eigentlich habe man damals einen Plan gehabt, um den Aralsee zu retten. Noch vor 50 Jahren war der Aralsee der viertgrößte See der Erde, aber heute ist ein großer Teil ausgetrocknet. Genau hier, wo der Fuß knirschend durch eine dünne Kruste aus Salz in den Sand bricht, pflügten Welse einst den Grund nach Muscheln um. Grabungsarbeiten schädigten nicht nur die Vegetation, sondern trugen auch zu Sandverwehungen bei. Aber die Zeiten haben sich wieder geändert – und ganz so schlecht sieht es wohl nicht aus. Heute ist der Aralsee um 90 Prozent geschrumpft. Die Steppe unterscheidet sich von der Wüste, weil sie ein bisschen mehr Vegetation pro Quadratmeter aufweist – Pflanzen, die die Hitze aushalten und lange ohne Wasser auskommen, wie der Kameldorn. Die Ökologie des Sees wurde auch durch das Aussetzen neuer Fischarten seit den späten 1920er Jahren nachhaltig gestört. Das Ufer des Aralsees liegt heute 130 Kilometer von der einstigen Küstenstadt entfernt.